Down Under befürchtet hohe Kosten durch Fussball WM 2022

WM 2022 Anwärter Australien befürchtet hohe Kosten bei einer möglichen Austragung der Fussball-Weltmeisterschaft 2022. Laut Berechnungen der liberalen Tageszeitung The Age aus Melbourne, kämen bei einer Austragung der Fussball WM 2022 in Australien hohe Kosten auf die Steuerzahler zu. Die Kosten würden sich für Down Unders Steuerzahler auf umgerechnet 700 Millionen Euro belaufen, so die Schätzung der Tageszeitung. Nach diesen Zahlen zu urteilen, würde das Mega-Event, für dessen Ausrichtung sich Australien beworben hatte, ein teurer Spass für die Steuerzahler werden. Der australische Fussball-Verband FFA rechnet mit Kosten von insgesamt ca. zwei Milliarden Euro, die für das Sport-Ereignis benötigt würden.

Kosten und Finanzierung

Diese Summe müsse unter anderem für den Bau und die Renovierung von Stadien aufgebracht werden. In Canberra, Sydney und Perth sollen neue Stadien gebaut werden. Neun weitere Stadien, die in die Jahre gekommen sind, müssen renoviert werden. Ein ebenfalls großer Kostenfaktor sind Sicherheit, Zoll– und Einreiseangelegenheiten sowie Verkehr. Dem australischen Fussball-Verband FFA wurde von den Bundes- und Landesregierungen versprochen, dass sie einen erheblichen Teil der Kosten für Verkehr, Einreise, Zoll und Sicherheit übernehmen würden. Laut den Sprechern der australischen Bundes- und Landesregierungen wäre bei einer Summe von etwa einer Milliarde US$ die Schmerzgrenze erreicht. Mehr Geld würde nicht zur Verfügung stehen.
Der Fussball-Weltverband FIFA wird sich ebenfalls an der Finanzierung beteiligen. Bisher ist aber noch nicht ersichtlich, wie viel Geld die FIFA zur Finanzierung der WM 2022 beisteuern wird, falls Australien den Zuschlag zur Ausrichtung der Sport-Großveranstaltung bekommen sollte. Der Fussball-Weltverband FIFA wird am 2. Dezember 2010 darüber entscheiden, wer die Fussball Weltmeisterschaft 2022 ausrichten darf. Neben Australien treten Südkorea, Japan, Katar und die USA als Mitkandidaten an. Australien werden gute Chancen zugesagt, den Zuschlag zu erhalten. Kritiker der Sport-Veranstaltung sollten sich bewusst machen, dass die Weltmeisterschaft nicht nur Kosten verursachen wird, sondern bei geschicktem Marketing enorme Gewinne verspricht. Gratis dazu gibt es einen unbezahlbaren Image-Gewinn für Down Under.

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