Walfang: Japan bricht Walfang-Saison für dieses Jahr ab

Der Walfang ist laut des japanischen Fischereiministers Michihiko Kano wenigstens für dieses Jahr für beendet erklärt. Der Grund für die doch unerwartete Entscheidung im Südpolarmeer liegt darin, dass die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd mit ihren permanenten Protest und Störungsaktionen die Flotte aus Japan in die Flucht schlagen konnte. Aufgrund der Tatsache, dass durch die nicht gerade zimperlichen Angriffe der Tierschützer auch die Besatzung der Schiffe in Gefahr geraten könnte, steht nun in Diskussion, ob der Walfang eventuell sogar für immer eingestellt werden solle. Eines steht jedoch fest: die Jagtsaison auf die gutmütigen Säugetier-Rieses ist glücklicher Weise für dieses Jahr vorbei.

Für die fast 100 internationalen Aktivisten von Sea Shepherd ist also ein Traum in erfüllung gegangen. Sie haben es tatsächlich geschafft, die japanischen Walfänger zu bezwingen und eine Kapitulation zu erzwingen. Nachdem das Walfang-Schiff Nisshin Maru umkehrte war der Jubel bei den Tierschützern verständlicher Weise wohl kaum zu übertreffen. Der Organisationsgründer Paul Watson war ebenfalls sichtlich vom Erfolg der Aktivisten gerühret und betonte, dass auch im nächsten Jahr wieder mit voller Intensität gegen den Walfang vorgegangen werde. Und da der Walfang pro Jahr circa 45 Millionen Euro kostet und der Fleischverkauf davon 85 Prozent finanziert, scheint das Geschäft nicht mehr wirklich rentabel, wenn so große Verluste eingefahren werden, wie in diesem Jahr.

Australien unterstützt die Aktivisten

Sowohl Umweltminister Tony Burke als auch Grünen-Vorsitzender Bob Brown waren von dem Erfolg der Aktivisten sichtlich angetan und verkündeten, dass sie es ebenfalls begrüßen würden, wenn der Walfang dauerhaft eingestellt würde. Wohingegen die Australier früher den Japanern genehmigten, ihre Jagtschiffe aus australischen Gewässern zu starten, haben sich nun die Positionen geändert. Heutzutage genehmigen die Australier nämlich den Aktivisten, aus ihren Häfen aus zu operieren, um dem brutaen Wal-Mord ein Ende zu bereiten. Die Japaner sind natürlich nicht gerade froh, weshalb Außenminister Seiji Maehara die Botschafter von Australien, Neuseeland und den Niederlanden auch nach Japan bestellte, um mit ihnen über ihr Handeln zu diskutieren. Eines steht jedenfalls fest: die 850 Zwergwale werden dieses Jahr nicht um ihr Leben fürchten müssen.

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